Allergien und Unverträglichkeiten

Sie sind nicht alleine!

Allergien und Unverträglichkeiten sind heute in aller Munde…

Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Laufe unseres Lebens zu entwickeln, oder sogar von Geburt zu haben, gilt heute als völlig "normal". Viele Mütter werden wissen wovon ich spreche, da eine Einladung zur Geburtstagsparty ihres Kindes kaum noch an der Frage, nach Allergien bzw. Unverträglichkeiten der kleinen Gäste, vorbeikommt. Ganze Abteilungen in Supermärkten schaffen hier mit teuren Ersatzprodukten bei Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit und Fructoseintoleranz scheinbar Abhilfe. Auch der Hinweis gluten- bzw. laktosefrei oder histaminarm soll die Kaufentscheidung erleichtern. Jeder Allergiker, und mir ging es da kein bisschen besser, kennt den Lösungsansatz der Ausschlussdiät. So muss z.B. bei einer Histaminunverträglichkeit auf den Genuss von Käse, Schalen- u. Krustentiere, Lachs, Tomaten, und auch auf den Schluck Rotwein möglichst verzichtet werden. Das Kochen zuhause ist bei einer Unverträglichkeit noch gut umsetzbar. Was aber bei einer bei einer Einladung zum Essen beim Italiener, beim Geburtstagsfest der Oma, oder beim Geschäftsessen tun?

Ist die Ursache einmal erkannt, kann man eine wirksame Therapie entwickeln…

Pollenallergien


Als Pollenallergiker oder Heuschnupfengeplagten geht es Ihnen keinesfalls besser. Im Gegenteil - hier bleibt Ihnen nach überstandener Desensibilisierung oft nur noch der Griff zu Antiallergika, oder auf viel Regen zu hoffen.

Im Tal der Tränen…


Bestimmt tränenreich wird es, wenn Sie Ihrem tierhaarallergischem Kind den Herzenswunsch der Katze, des Hundes oder Meerschweinchens verwehren müssen, oder ein geliebtes Haustier das Heim verlassen muss.

Wie entstehen Allergien bzw. Unverträglichkeit überhaupt?


Durch meine langjährige Arbeit mit allergie- und unverträglichkeits- geplagten Patienten und aus eigener Erfahrung bin ich überzeugt davon, dass Allergien und Unverträglichkeiten auf der Basis einer Stressreaktion des Körpers entstehen. Gerade das Essen ist von Beginn unseres Lebens an emotional verschaltet. Denken Sie z.B. an das glückliche Gesicht eines Babys, das gerade bei seiner Mutter getrunken hat. Oder, konnte Sie schon mal eine häufige Reaktion von Eltern eines quengelnden Kleinkindes im Buggy beobachten? In der Regel bekommt dieses Kind irgendetwas zu essen wie z.B. eine Reiswaffel, eine Breze oder nur ein kleines Keks. Genüssliches Nuckeln beendet die „kleine Not“ des Kindes. Fazit: das Gehirn vernetzt Essen als Stressantwort.

Stresshormone wie z.B. Adrenalin, Noradrenalin und später dann Cortisol werden je nach Stressdauer ausgeschüttet und beeinflussen die Gesundheit unseres Körpers. Cortisol z. b. aktiviert den Sympathikus, der neben dem Parasympathikus ein Teil des vegetativen Nervensystems ist, ebenso wie das Darmnervensystem. Sie sind funktionell gesehen meist Gegenspieler: Während der Sympathikus den Organismus auf eine Aktivitätssteigerung („fight or flight“) einstellt, überwiegt der Parasympathikus in Ruhe- und Regenerationsphasen („rest and digest“). d.h. Verdauung findet in der Ruhe statt und nicht im Flucht- und Kampfmodus. Somit ist es nicht verwunderlich, dass andauernde Stresssituationen Störungen z. B. bei der Verdauung machen. Ebenso hemmt Cortisol Entzündungen, kommen wir aber nach der Stresssituation in eine Entspannung werden wir oft krank. (für mich ist das eine mögliche Ursache von Leaky Gut)

Nochmal kurz zurück zu den neuronalen Vernetzungen. Unser Unterbewusstsein speichert jedes kleinste Detail - 24 Stunden am Tag und das 365 Tage im Jahr. Gibt es z.B. häufig Stress/Diskussion beim Essen speichert unser Unterbewusstsein diese Situation detailgenau und so kann es passieren, dass unser 24 Stunden Dauerspeicher, Probleme mit Nahrungsmittel/Allergenen vernetzt und einen „Marker“ auf die Lebensmittel/Allergene gesetzt hat. Wird ein markierter Stoffe gegessen/aufgenommen kommt eine Stresskaskade ins Rollen. Ebenso verhält es sich bei einer Pollenallergie (Heuschnupfen), Tierhaarallergie oder jeder anderen Allergie. Interessant zu wissen ist, dass die gesamte Schleimhaut des Körpers sich aus dem gleichen Keimblatt entwickelt hat. Man könnte also vereinfacht sagen, dass Mund- Rachenschleimhaut bis hin zum Darm die gleiche Mutter haben.

Sie fragen Sie jetzt bestimmt, was hat mein Heuschnupfen oder die Tierhaar- bzw. Hausstauballergie mit Nahrungsmitteln zu tun?

Die Antwort lautet: „Eine ganze Menge!“ Bei jeder Behandlung erkläre ich den Zusammenhang sehr genau.